Journal
Pitch-Berichte lesen, ohne sich vom Gerücht treiben zu lassen
Praktische Hinweise, wie Agenturwechsel-Meldungen in der Marketingpresse einzuordnen sind.
Pitch-Gerüchte gehören zum Tagesgeschäft der Marketingbranche. Manche bestätigen sich binnen Tagen, andere verschwinden, weil eine Seite den Namen falsch zugeordnet hat. Für Auftraggeberinnen und Agenturpartner ist die Kunst, Quellen zu wichten – nicht jede Headline verdient eine Krisensitzung.
Wir achten auf drei Signale: Nennt der Bericht beide Seiten mit Namen? Gibt es ein Volumen oder nur Atmosphäre? Und erscheint die Meldung parallel in mindestens einem weiteren Fachmedium mit eigener Recherche? Fehlt eines davon, markieren wir den Punkt in unseren Briefings als ungeprüft.
Intern lohnt sich eine ruhige Checkliste: Wer bei uns müsste überhaupt reagieren? Betrifft der Pitch unsere Kategorie? Haben wir vertragliche Fristen, die unabhängig von der Presse laufen? So bleibt der Nachrichtenfluss Werkzeug statt Unruhefaktor.